Zu viel Zeit
So, nun ist sie vorbei, die unfreiwillige Arbeitslosigkeit. In den vier Wochen hatte ich so viel vor, nichts davon bekam ich auf die Reihe. Japanisch lernen? Mehr als Kapitel 1 hab ich nicht gemacht. Für die Reise im nächsten Jahr recherchieren und diese planen? Nach zehn Minuten aufgegeben. An meinem Drehbuch weiterarbeiten? Geöffnet, drüber gelesen, wieder geschlossen. An Zeit hat es wahrlich nicht gemangelt, wohl aber an der Motivation. Hat man nichts zu tun und hängt zwangsweise nur zuhause rum, verfällt man in einen gefährlichen Trott, bringt die Unmengen an Stunden höchstens mit lapidarem Zocken, Filmgucken, Lesen hinter sich -- Zeitvertreib eben. Kreativ oder konstruktiv tätig werden fällt hingegen schwer.
Und ab nächster Woche, wenn mich meine Arbeit wieder auf Hochtouren bringt, fehlt wiederum die Zeit -- für's Japanisch lernen, das Recherchieren, das Drehbuch.
Eine Krux.
Labels: Persönliches


9 Comments:
das ist so... schon komisch, ne..
Kenne ich. Kenne ich... Aber für eine Japanreise recherchieren ist nun auch nicht sooo einfach. Ansonsten: Wird schon wieder. Vielleicht im Herbst, vielleicht im nächsten "richtigen" Urlaub. :)
Erzwungene Freizeit ist keine wirkliche Freizeit. Etwas fehlt: die Freiheit. Ohne Wahlfreiheit keine wahre Freizeit. Auch geplante Freizeit ist nicht optimal.
Da kann man sich zwar (lange) drauf freuen, setzt sich selber aber auch unter Druck, weil man die ganze Freude nicht umsonst empfunden haben will und jetzt, wo die Freizeit da ist, auch was tun sollte, worauf sich das Warten/Freuen gelohnt hat.
Spontane Freizeit empfinde ich persönlich am schönsten. Ihr wisst schon: Schnee- oder Hitzefrei in der Schule, Bahnlinie zur Arbeit unterbrochen, sowas eben. Schon am nächsten Tag hat sich's dann allerdings meist auch mit der Spontanität. Unverhofftes, was dann länger dauert, ist also auch nicht so das Wahre. Ausserdem kommen mir dazu auch grad nur negative Beispiele wie Krankheit oder Entlassung in den Sinn.
Sei's drum. Wünsche dir einen guten "Wiedereinstieg" ins Berufsleben, Daniel. Die von der Redaktion haben dich sicher vermisst und geben dir zu Ehren morgen früh 'ne Party. So ganz spontan. ;-)
genauso geht es mir zur Zeit auch. Ich hab Semesterferien und anstatt das zu tun was ich mir vorgenommen habe, siffe ich jetzt einfach nur den ganzen Tag rum und geh halt hin und wieder abends weg. Ich hab teilweise schon ein schlechtes Gewissen weil ich die freie Zeit nich sinnvoll ausgenutzt hab.Wie mein Vorredner schon gesagt hat ist die unverhoffte Freizeit viel schöner. Über einen freien Tag, zB Feiertag während der sonstigen Zeit kann ich mich mehr freuen als 1 Woche lang mehr Urlaub zu haben. Diese auf einen bestimmten Zeitrahmen geballte Freizeit ist wircklich schlimm. Da wäre mir hin und wieder im Jahr ein Tag Pause lieber.
Ja, das kenne ich^^ wenn ich Schulferien habe, nehme ich mir auch immer so viel vor, was ich dann nie in die Tat umsetze^^
Aber wie soll man das mit dem Drehbuch verstehen?? Meinst du ein Drehbuch für ne Redaktions-Folge oder jetzt wirklich ein echtes?? Ich mein, dass du nebenbei als Hobby liebend gerne Filme schaust und dich auch sonst für die Materie interessierst, wusste ich ja, aber dass du selbst ein Drehbuch schreibst, wusste ich nicht... falls ja, was machst du dann mit dem geschriebenen Drehbuch? *neugierig ist*
Wenn der Film ins Kino kommt, guck ich ihn mir an :D
@deepdragon: nein, mit der Redaktion hat das nichts zu tun. Ich versuche mich gerade an einem Drehbuch zu einem abendfüllenden Spielfilm.
@chimendez: wie wahr, wie wahr.
leiber her zukünftiger blockbuster autor, wie wärs mit prämieren freikarten für die blogleserschaft?
ich würd mich auch gleich mal anmelden. :-D
@ Daniel: Der allgemeine "Drehbuchautorenkodex" besagt zwar, dass man nie seine Ideen ausplaudern darf. Mich würd aber nur interessieren, welches ungefähre Genre denn angestrebt wird.
Ich falle, bei längerer Freizeit, immer in einen gefährlichen Teufelskreis.
Versuchs mal zu beschreiben:
Zuerst freu ich mich, das ich ausschlafen kann und tu das auch.
Dadurch bin ich Abends natürlich später Müde und geh auch später schlafen.
Wenn ich trotzdem ausschlafen will, schlaf ich dann zwar nicht unbedingt länger, aber steh halt später auf.
Dadurch bin ich Abends später müde, usw. usw.
Könnte man bestimmt auch eine Excel Tabelle draus machen, die einem dann das ganze berechnet. ;)
Furchtbar - da kommt man auch nicht mehr so leicht raus.
Vor längerer Zeit, damals in den Sommerferien (6 Wochen am Stück frei *schwelg*) hab ich sogar mal die Runde geschafft.
Das hat sich, wie oben erklärt, immer weiter hochgeschaukelt, sodass ich irgendwann wieder beim "Ausgangs-Rhythmus" war.
Schon bizarr, hatte aber auch irgendwie etwas - wobei man so natürlich nichts schafft.
Damit wäre der Kreis auch wieder geschlossen.
p.s.
Guten "Wiedereinstieg" in die Redaktion
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