Samstag, Dezember 03, 2011

Wenn's am schönsten ist...

Nachdem ich viel darüber nachgedacht habe, ist der Entschluss schließlich gefasst -- wenn auch mit viel Wehmut. Ich werde meinem Blog eine Kreativpause gönnen. Knapp sechs Jahre sind eine lange Zeit, und ich danke euch allen für die Treue. Die Verwirrungen des (nicht mehr ganz so) jungen Daniel gehen sicher weiter. Bis dahin verabschiede ich mich mit einer Tradition in diesem Blog: dem garantiert nicht kompletten und schon gar nicht objektiven Jahresrückblick.

Januar
- Deutschland schiebt Panik vor Dioxin-Eiern
- eine Flutkatastrophe spült halb Australien weg
- auf der Gorch Fock kommt es zu einem Skandal

Februar
- Ägypten und Libyen stürzen in eine Krise
- Guttenberg hat Teile seiner Doktorarbeit geklaut

März
- der Biosprit E10 sorgt für Diskussionen
- ein Erdbeben stürzt Japan in eine fatale Atom-Katastrophe

April
- Benzin überschreitet die Rekordmarke von 1,60 Euro
- Hacker dringen ins Sony-Netzwerk ein und klauen 70 Mio Nutzerdaten

Mai
- Osama Bin Laden wird in Pakistan getötet
- Die Erde bebt: Spanien, Costa Rica und abermals Japan
- Der Darmvirus EHEC wütet in Deutschland

Juni
- Ich lerne meinen Schatz kennen und lieben
- IWF-Chef Strauß-Kahn wird der Vergewaltigung bezichtigt

Juli
- Medienmogul Leo Kirch stirbt im Alter von 84 Jahren
- der rechtsextreme Anders Breivik tötet 77 Menschen in Oslo

August
- Humorist Loriot stirbt im Alter von 87 Jahren
- Libysche Rebellen stürzen Machthaber Gaddafi

September
- Europa diskutiert über den Euro-Rettungsschirm

Oktober
- Apple-Cogründer Steve Jobs stirbt im Alter von 56 Jahren
- Gaddafi wird in Sirte getötet

November
- mordende Neonazi-Zelle aus Zwickau löst Diskussionen über die deutschen Sicherheitsbehörden aus
- Europa diskutiert noch immer über den Euro-Rettungsschirm

Ganz von der Bildfläche werde ich allerdings nicht verschwinden. Man findet mich auch in diesem einen, großen, bekannten sozialen Netzwerk, diesem Facebook. In diesem Sinne... *winke*

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Mittwoch, November 16, 2011

Keine Zeit, muss Welt retten

Ja, ich weiß. Kein Blogeintrag seit einer Woche. "Skyrim" ist schuld...

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Donnerstag, November 10, 2011

Wunschlos

Und da geht's schon wieder los: "Sag mal, was wünschst du dir zu Weihnachten?" Gute Frage, keine Ahnung. Eigentlich ein Luxus-problem, und dennoch eines, das mich regelmäßig grübeln lässt. Soll man sich überraschen lassen und Gefahr laufen, dreimal dieselbe Blu-ray geschenkt zu bekommen? Oder gebe ich detaillierte Listen aus, damit ich schon im Vorfeld weiß, womit ich rechnen kann? Beides keine sonderlich guten Alternativen. Ich bin ratlos.

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Montag, November 07, 2011

Call of Wayne

Ich bin jetzt ausnahmsweise mal kein GameStar-Redakteur, sondern ein höchst subjektiv formulierender Fan eines Spiels. Oder vielmehr einer Serie, die -- wie ich finde -- gerade den Bach runter geht. Die Rede ist von "Modern Warfare", das morgen in die dritte Runde geht. Beim Spieleladen meines Vertrauens konnte ich den heiß erwarteten Shooter bereits am Freitag erstehen und übers Wochenende durchspielen. Keine Überraschung: Auch das neueste "Call of Duty" dauert gerademal fünf bis sechs Stunden. Doch das ist es nicht, was mich so auf die Palme bringt.

Wie meine Kollegin Petra finde ich, dass es die Belanglosigkeit ist, mit der "Modern Warfare 3" seine Geschichte erzählt. Da ballern die bösen Russen Amerika und halb Europa zu Klump, und mir geht es gelinde gesagt am A vorbei. Warum? Weil mir das Spiel zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gibt, dass ich an der Situation überhaupt irgendetwas ändern könnte. Stets laufe ich nur anderen Soldaten hinterher, niemals darf ich etwas tun, was für die Mission wichtig oder gar entscheidungsträchtig wäre. Im Gegenteil: Am Ende jedes zweiten Auftrags läuft etwas schief. Entweder geht eine Bombe hoch oder eine entführte und schließlich aufgespürte Person wird vor meinen Augen nochmal entführt. Soll das die Aussichtslosigkeit der Lage verdeutlichen? Bei mir sorgt das eher für ein unbefriedigendes »Warum mache ich all das überhaupt«- Gefühl. Zumal das Programm mit erschreckender Lieblosigkeit und mangelnder Logik zwischen den Hauptfiguren hin- und herhüpft und ihnen bisweilen Charakterzüge verpasst (Captain Price!), dass ich die Lust verliere, solche Typen überhaupt zu spielen.

Gut, Story und "Call of Duty", das passte mit Ausnahme von "Black Ops" ja noch nie so wirklich zusammen. Dann konzentriere ich mich eben auf die Spielmechanik: das Ballern, die Action, der pompöse Michael-Bay-Kawumm. Um abermals enttäuscht zu werden. Ja, Infinity Ward legt unter anderem London, Paris, Berlin und Hamburg in Schutt und Asche. Ja, es fliegen mehr Helikopter und Panzer in die Luft, als in allen bisherigen "Call of Dutys" zusammen. Allerdings verpufft das lauteste Spektakel zum austauschbaren Dauerrauschen, wenn es an Höhepunkten fehlt. Wo sind die denkwürdigen Momente, wie wir sie aus dem ersten "Modern Warfare" kennen? Die hochgradig spannende Sniper-Mission in Pripyat zum Beispiel oder der Atomschlag, von dem ich bis heute eine Gänsehaut habe? Selbst der in dieser Hinsicht bereits schwächelnde zweite Teil hatte noch den einen oder anderen Aha-Effekt zu bieten.

"Modern Warfare" hat sich überlebt. Die Serie tritt sein Jahren auf der Stelle und wird es auch weiterhin tun, wenn sich das Spiel -- wovon auszugehen ist -- wieder wie geschnitten Brot verkauft. Wäre ich Activision, ich würde es genauso tun. Wenn sich aber nicht bald etwas tut in "Call of Duty", war es das letzte Geld, das ich für die Shooter-Reihe ausgeben werde.

Ich geh jetzt wieder "Batman: Arkham City" spielen. Da merkt man wenigstens, mit wie viel Hirn, Herzblut und Liebe zum Detail gearbeitet wurde.

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Mittwoch, November 02, 2011

Bienen & Blümchen

Da räumt man den Keller auf und findet das hier: Das Jungen-Frage-Buch. Müssen mir meine Eltern irgendwann mal geschenkt haben. Ein Blick ins Impressum gibt Aufschluss: 1993. Da war ich süße elf Jahre alt. Lustig, welche Fragen darin so gestellt (und mehr oder weniger beantwortet) werden.

Muss ich als Junge immer mutig sein?
Ab wann kann ich mich rasieren?
Was sind das für Flecken in meinem Bett?
Sind Drogen wirklich so schlimm?

Und das waren noch die "harmlosen Fragen". Spannender wird's im Kapitel Sex:

Wird mein Glied groß genug?
Warum denke ich den ganzen Tag an Sex?
Warum zieren sich Mädchen so, wenn man mit ihnen ins Bett will?
Warum sind meine Fantasien so wahllos?
Ist es verwerflich, zu einer Prostituierten zu gehen?
Wie kann ich verhindern, jetzt schon Vater zu werden?
Was ist pervers?

Wer also derartige Fragen hat, kann sie vertrauensvoll an mich richten. Nach ausgiebiger Studie dieser Lektüre bin ich nun Experte auf dem Gebiet. Ähem.

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Montag, Oktober 31, 2011

Etepetete

Outlet-Center. Der Ort, wo Mode verbilligt verkauft wird, da Mängelexemplare oder Kollektionen aus dem Vorjahr. So zumindest in der Theorie. Ingolstadt Village, eines der größten Outlet-Center in Süddeutschland, widerspricht dieser Logik. Zwar gibt's auch hier Klamotten zweiter Wahl, doch selbst die liegen gelindegesagt weit über meinem Budget.

Dennoch gibt es genug Leute, die sich all das leisten können. Und das auch tun. Mit all dem dekadenten Verhalten, das (scheinbar) dazu gehört. Schon beim Einparken fühlten wir uns latent deplaziert, mit so einem Renault Mégane zwischen unzähligen Q7-ern, X5-ern, S8-ern und Papas SL 55 AMG. In der Einkaufsstraße selbst dann die dazugehörigen Fahrzeughalter. Warum die überhaupt in einem Outlet-Center einkaufen gehen, mag mir aus gleich zwei Gründen nicht in den Sinn. Zum einen scheint deren Monatsgehalt hoch genug zu sein, dass man nicht unbedingt auf Klamotten zweiter Wahl angewiesen wäre. Zum anderen tragen sie bereits derart viel protziges Zeug spazieren, dass weitere Käufe unnötig erscheinen.

Besonders bedenklich wird es, wenn die Kinder schon in (sehr) jungen Jahren zu so einem Verhalten erzogen werden. Unser "Highlight" des Tages: ein etwa 7-jähriges Mädel, das eine Pelzjacke trug. Dass das Fell echt war, stand außer Frage. Vor allem beim Blick auf die hochgestylte Mutter, die das passende Gegenstück mit ähnlich viel totem Getier auf den Schultern trug.

Ist das Neid? Mitnichten. Vielmehr dezentes Kopfschütteln über eine Gesellschaftsschicht, der ich nie angehören werde. Und eigentlich auch gar nicht will.

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Donnerstag, Oktober 27, 2011

Urlaub vom Urlaub

Nächste Woche habe ich Urlaub. Zumindest theoretisch. Denn in der Praxis dürfte von der Freizeit nicht viel übrig bleiben. Da will der Baumarkt besucht werden wegen eines Regals, das an die Wand kommen soll. Da muss das Auto in die Werkstatt (nein, ich will nicht darüber reden). Da stehen diverse Arzt- und Frisörtermine an. Da gehören die Winterreifen aufgezogen. Und die Eltern schauen auch noch vorbei.

Das geht schon so weit, dass wir einen Plan aufgestellt haben, was wir wann in welcher Reihenfolge angehen, so dass der Urlaub zumindest ansatzweise genossen werden kann. Denn Urlaub vom Urlaub genemigt mir der Chef sicherlich nicht.

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