Modepuppen
Jetzt haben sogar selbst schon männliche Schaufensterpuppen Emo-Frisuren. Wo soll denn das noch hinführen...?
Er kam, sah und schrieb... oder so ähnlich
Jetzt haben sogar selbst schon männliche Schaufensterpuppen Emo-Frisuren. Wo soll denn das noch hinführen...?
Er ist kein "(T)Raumschiff Surprise" und beileibe kein "Schuh des Manitu", aber Bullys neuer Film "Lissi und der wilde Kaiser" ist auch kein Totalausfall. Die Idee eines Animationsfilms erlaubte es dem Komiker, eine Reihe skurriler Szenen (ganz im Stile der kurzen Bullyparade-Sketches) aneinanderzureihen, in denen vor allem Holzhammerhumor und Slapstick dominieren. Wenig überraschend, dass der Film häufig mit derben lokalspezifischen Witzen punktet: "Da kam ein Friedensangebot von den Preußen." - "Ist der Rückumschlag frankiert?" - "Nein." - "Dann ab in den Müll damit!" Storymäßig darf man trotzdem keine allzu großen Höhenflüge erwarten, dennoch führt ein roter Faden angenehm von einer netten Actionszene in die nächste. Das ist alles hübsch anzuschauen, reicht aber lange nicht an Hollywood-Filme wie "Shrek" oder Pixars "Ratatouille" heran. Allerdings kosten die auch zig mal so viel. Insofern erwartet den Zuschauer technisch solide, Bully-typische Unterhaltung, die man ganz gut angucken kann.
Wenn man zuhause bei den Eltern unter der Dusche steht, zeigt sich einem als Mann ein allzu vertrautes Bild: Von vier Ablagen für Seifen und Schampoo werden drei von Mutter und Schwester verwendet, das letzte dürfen sich mein Vater und ich teilen. Dabei ist nicht nur die Unverhältnismäßigkeit komisch, sondern auch die Dinge, die da so stehen. Kiwi-Schampoo, Kokos-Kurspülung -- man glaubt förmlich, einen Obstsalat vor sich stehen zu haben und genüsslich in die orangefarbene Seife beißen zu können. Dabei dachte ich, für meine Gesundheit Früchte essen zu müssen, statt sie mir ins Haar zu schmieren...
Die geschätzten Kollegen. Immer gehässig, wenn man im Urlaub ist und sie nicht. Und ganz besonders gehässig, wenn sie einem per ICQ sagen können, dass die lang erwartete PlayStation 3 in der Redaktion angekommen ist, ich aber nichts ausrichten kann, weil ich 300 Kilometer entfernt im Schwabenland hocke. Da meint der Kollege Obermeier zum Beispiel: "Huch, ist das normal, dass die so scheppert, nachdem sie runtergefallen ist?" Oder: "Sorry, bin offline. Muss zocken." Der Kollege Weins, Hardware-Redakteur, will die Konsole gleich für einen "langfristigen Technik-Check" hernehmen. Selbst die geschätzte stellvertretende Chefredaktion (Kollege Trier) fand augenzwinkernde Bemerkungen: "Hey, mein Büro-Rechner hat jetzt ein Bluray-Laufwerk, und in meinem Raum steht ein äußert schicker Designer-Hamsterkäfig."
Gestern im Internet gefunden:
Bin zurzeit auf Heimaturlaub im Schwabenland und durfte gerade einen der Vorzüge gegenüber dem einen Land südlich von Deutschland (Bayern) genießen: Man muss nach einem Abend in der Kneipe nicht mehr befürchten, wie ne geräucherte Wurst zu stinken. Das Rauchverbot in Gaststätten ist echt mal ne geile Idee und äußerst angenehm für alle, die wie ich nicht rauchen. Nicht, dass es mich bislang allzu stark gestört hätte, aber seit die Qualmerei nicht mehr erlaubt ist (zumindest in einem Teil Deutschlands), sind einst zugestunkene Bars und Kneipen zumindest für mich deutlich attraktiver geworden. Freue mich auf ein bundesweites Gesetz gegen die Glimmstengel...
Wo die schwäbische Neusynchonisation von "24" schon großartig war, setzt diese hier noch einen drauf:
Ich brauche etwa 20 Minuten mit dem Rad von der Redaktion nach hause. Gestern kam davon keine einzige ohne Blaulicht und Martinshorn aus. Es ist jedes Jahr das gleiche: Kaum schmeißt es die ersten Schneeflocken, knallt und kracht es auf deutschen Straßen zuhauf. Ist es tatsächlich immer wieder so überraschend, dass wenn die Temperaturen sinken, die Straßen glatt werden könnten? Egal, ob man nun rechtzeitig von Sommer- auf Winterreifen umgerüstet hat oder nicht, es ist immer wieder verwunderlich, wie ignorant offenbar viele in ihrem Auto unterwegs sind und nicht checken, dass man bei derartigen Bedingungen einfach vorsichtiger zu fahren hat.
Manchmal (oder eigentlich ziemlich häufig) sind die simpelsten Spielideen die besten. Aktuelles Paradeexempel ist Valves Knobelei "Portal": Mit einer Kanone bolzt man Tore in Wände, kann Dinge oder sich selbst hindurchtragen oder -fallen lassen und löst so teils verzwirbelte Rätsel. Dabei kommt das Spiel mit seinem absichtlich puristischen Leveldesign so erschfrischend unspektakulär daher, dass es eine wahre Freude ist. Geheimes Highlight ist jedoch die weibliche Roboterstimme, die das Voranschreiten des Spielers mit derart sarkastischen Bemerkungen kommentiert, dass man angesichts ihrer Emotionslosigkeit einfach schmunzeln muss. "Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Anschein von Gefahr nur dazu dient, Ihr Testerlebnis zu verstärken." Angesichts der blubbernden Masse vor der Nase mag man das gar nicht so recht glauben. "Ach ja, an unserem Tag der offenen Tür können Sie Ihre Tochter gern als Testobjekt mitbringen." Nicht weniger witzig sind die Selbstschussanlagen, die man im Spielverlauf zu umgehen versucht. Wirft man eine um, folgt ein lapidares "Ich bin dir nicht böse". Größtes Manko: Der Spaß ist nach drei, vier Stunden vorbei. Für "Portal 2" wünsche ich mir deshalb vor allem eins. Mindestens doppelt so viele Rätsel.
Sich selbst zu jagen, macht immer noch am meisten Spaß.
Wenn man 500 Euro per Vorauskasse irgendwo hin schickt, den jeweiligen Telefonservice des Ladens aber nicht erreicht, um nachzufragen, ob und wann das Paket verschickt wird, stimmt das einen zugegebenermaßen etwas nervös. Das ganze Next-Gen-Gerenne macht mich langsam zum Last-Gen-Opfer -- so viele Haare, wie ich dadurch schon verloren habe...
"Bestell die PS3 doch nicht bei Amazon. Fahr lieber nach Feierabend zum Karstadt, hol sie dir dort und du kannst heute schon zocken. Hab ich auch so gemacht", schlägt der Kollege Jäger vor. Ich halte das für eine ganz gute Idee und schließe die Webseite mit dem aktuellen Amazon-Angebot. Die Fahrt zu besagtem Kaufhaus entpuppt sich jedoch als Niete: "Ich habe vor einer halben Stunde die letzte verkauft", erklärt der Mitarbeiter. Laut dem firmeneigenen Netzwerk scheinen auch alle anderen Karstadt-Filialen in München keine PlayStation 3 mehr zu haben. Ich fahre nach Hause, immerhin gibt's ja immer noch die Amazon-Option. Dachte ich zumindest...
Das Leben ist nicht fair!
Dass ich als Filmfan noch nicht auf den High-Definition-Zug aufgesprungen bin, nervt mich seit geraumer Zeit. Der Fernseher ist zwar vorhanden, der passende Next-Gen-Player jedoch nicht. Geräte, die HD wie BluRay können, sind zu teuer -- also muss eine PlayStation 3 her. Jetzt wo Sony sich entschieden hat, das Ding auch in Europa günstiger anzubieten, ist der Zeitpunkt günstig -- buchstäblich. Doch nur die Premium-Edition mit zusätzlichem Wireless-Controller, zwei Spielen und der größeren Festplatte sind wirklich interessant, werden aber laut offiziellen Angaben bald ausverkauft sein und nicht mehr nachproduziert. Die Entscheidung muss also schnell fallen. Sehr schnell. Argumente dagegen werden gesucht, aber keine gefunden. Der fehlende dritte digitale Anschluss am Verstärker wird durch einen Toslink-Splitter ausgeglichen, der Router hat noch einen Slot und der Fernseher einen HDMI-Eingang frei, selbst Steckdosen habe ich noch zu genüge. Platz für die nicht gerade kleine Konsole ist neben oder auf der Xbox 360 auch. Verdammt! Dabei sind es nicht die 500 Euro, denen ich bereits jetzt hinterher heule. Sondern die unzähligen Neukäufe an Bluray-Filmen, die ich bereits als SD-DVD habe, aber unbedingt "upgraden" muss.
Die Maximilian-Straße ist quasi die 5th Avenue von München: teuer, bonzig, dekadent. Da läuft man an Gucci-, Armani- und Omega-Boutiquen vorbei, passiert die teuersten Hotels der Stadt, betrachtet ein 500.000-Euro-Diamantcollier im Schaufenster, schnuppert die Abgase von Maseratis, Porsches und Bentleys und läuft an Menschen vorbei, die das Klischee eines Neureichen derart bestätigen, dass man kotzen möchte. Da dreht die offenbar fahrunfähige Paris-Hilton-Kopie mit ihrem BMW X5 mitten auf der Straße verkehrsungerecht um und würgt dabei sogar noch den Wagen ab. Da schimpft eine mit merkwürdigen Decken bekleidete Mitt-Vierzigerin ihre kleine Tochter (oder Enkelin) so schwülstig, dass man meinen mag, sie werfe gleich mit Wattebällchen. Und natürlich der zigarrenrauchende, gucci-sonnenbrillen-tragende und haargel-missbrauchende Bonze, der eine Frau bequatscht, die ebenso dürr wie künstlich aussieht und ihr im Grunde nur noch der Schoßhund in der 5.000-Euro-Handtasche fehlt. Der Eistee, den mein Kumpel Steve und ich in der Maximilianstraße getrunken haben, war komischerweise trotzdem bezahlbar -- die Eindrücke das Gegenteil.
Der neue und wahrscheinlich letzte Trailer zu "Rayman Raving Rabbids 2". Nach Japan, Deutschland und Frankreich verschlägt es die Hasen nach Amerika auf's Rugby-Feld. Wie das ausgeht, kann man sich ja denken.
Lasst Paul W. S. Anderson keine Drehbücher mehr schreiben. Der Mann, der uns irgendwann mal den richtig guten Sci-fi-Grusler "Event Horizon" beschert hat, muss für "Resident Evil: Extinction" die Unlogik mit Löffeln gefressen haben. Gut, die Serie hat sich noch nie durch Nachvollziehbarkeit ausgezeichnet, doch Teil 3 schießt den Vogel nun wirklich ab. Zu Beginn hat der Virus nicht nur die ganze Menschheit dahin gerafft, sondern auch Flüsse und Seen austrocknen lassen. Klar. In dieser gewaltig an "Mad Max" erinnernden apocalyptischen Einöde, in der es kaum Benzin gibt, fahren dann alle mit Hummern herum. Geeeeeenau. Wo doch jeder weiß, dass die Teile so viel Sprit fressen, dass man beim Tanken nicht hinterher kommt, wenn man an der Zapfsäule den Motor nicht ausschaltet. Und Umbrella, die raffgierige Firma, die die Zombie-Epidemie zu verantworten hat, weiß nichts besseres, als ein Antiserum zu entwickeln, das aus den Infizierten -- Achtung Filmzitat -- billige Arbeitskräfte macht. Hallo??? Man braucht nicht hinzuzufügen, dass sämtliche weiblichen Hauptdarsteller inmitten der sengenden Sonne Nevadas und lechzenden Untoten immer wie aus dem Ei gepellt aussehen. Stand wahrscheinlich so in Ashantis Vertrag: "Egal, ob ich gerade von Zombie-Raben gefressen werde, meine neue Kosmetik muss deutlich sichtbar sein." Für eines ist "Resident Evil: Extinction" aber dann doch gut: Es spratzt eine Menge Filmblut. Für Freunde des gepflegten Splatters ist der Streifen also durchaus einen Blick wert. Nun reichts aber dann auch mit "Resident Evil". Wobei: Teil 4 ist schon angedacht, wohl wieder von Anderson. *schauder*
Bei meinem USA-Urlaub im letzten Jahr ist mir schnell klar geworden, dass die Vereinigten Staaten tatsächlich eine Fast-Food-Nation sind. Burger Kings, McDonald's, Pizza Huts, Wendys und andere Ketten reihen sich zu Hauf aneinander, und im Supermarkt gibt's im Brotregal nur Toast in den verschiedensten Farben und Formen. Wenn man genau schaut (und genug Geld mitbringt) kann man aber auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten verdammt gut speisen. In Boston zum Beispiel, einer der Welthauptstätte für Hummer, ist es eine Sünde, eben diesen roten Meeresbewohner nicht probiert zu haben. Gesagt, getan -- und fotografiert. Nach dem Preis fragt man lieber nicht...
Kürzlich habe ich aufgrund aufkeimender Nerdheit (und weil die Stelle so leer war) einen Großteil meiner uralten Spielepackungen an die Wand im Flur gepappt. Dabei musste ich an die gute alte Zeit denken. Zwar habe ich gerade mit Begeisterung "Bioshock" gespielt, dessen geistiger Vorgänger "System Shock 2" kommt mir aber auch wieder auf die Platte. Die "Hellgate London"-Alpha? War saucool, trotzdem wird wieder "Diablo 2" gespielt. "Mafia 2" ist noch so lange hin? Na denn, der Griff zum ersten Teil ist nicht weit. Rollenspiele mit einer offenen Welt, tollen Charakteren und fesselnder Geschichte? "Oblivion" war ein steriler Bolzen, "Gothic 3" verbuggt und "Two Worlds" ganz nett. Deshalb muss "Outcast" wieder dran glauben. Zum wahrscheinlich zehnten Mal. Wie "System Shock". Wie "Diablo 2". Und wie "Mafia". Ob ich das von aktuellen Krachern wie "World in Conflict", "Call of Duty 4" oder "Jack Keane" in ein paar Jahren auch sagen kann?Selten war ein Überseeflug so nervig wie heute von Boston nach München. Dabei hat alles gut angefangen. Zuerst war es geplant, über Zürich nach hause zu fliegen. Da die Maschine aber überbucht war, steckte mich die Lufthansa in einen Direktflug und organisierte sogar die Umstrukturierung meines verloren gegangenen Gepäcks. Also alles gut. Bis ich im Flieger saß. Hier die Chronik der Ereignisse:
Ich weiß schon, warum ich mich nie entspannen kann, wenn ich am Flughafen vor dem Transportband stehe und auf mein Gepäck warte. Heute kam's nämlich zum Grund meiner Abneigung dieses Ortes -- am Logan Airport in Boston: meine Reisetasche fehlte. Ob das Teil erst hier verloren ging oder bereits beim Umsteigen in Zürich konnte mir keiner mit Gewissheit sagen. Die Dame, bei der ich den Verlust meldete, drückte mir (mit einem zynischen Grinsen) ein Päckchen mit den nötigsten Toilettenartikeln in die Hand. Weil das ja auch so viel bringt, wenn man drei Tage mit denselben Klamotten rumlaufen muss... Argh!