Montag, Februar 28, 2011

And the Oscar goes to...

...niemandem, von dem man es nicht erwartet hätte. Wären Wetten möglich gewesen, wäre ich jetzt Millionär. Wobei, vielleicht doch nicht. Denn jede Menge Leute hätten wohl genauso getippt wie ich.

Dass zum Beispiel "The King's Speech" die vier wichtigsten Preise abstaubt, nämlich für den besten Film, die beste Regie, das beste Originaldrehbuch und Colin Firth als besten Hauptdarsteller, war so klar wie die Tatsache, dass Historiendramen und Biopics ohnehin immer die Lieblinge der (rustikalen) Academy-Jury sind.

Auch dass Natalie Portman ihren ersten Oscar gewinnt, war angesichts des anhaltenden Hypes um das bizarre Tanzdrama "Black Swan" nicht wegzudenken. Ich bin froh über diese längst überfällige Auszeichnung; Ms. Portman ist die beste Schauspielerin ihrer Generation.

"Toy Story 3" gewann den Preis für den besten Animationsfilm. Geschenkt, kam ja von Pixar, die müssen schließlich in jedem Jahr ausgezeichnet werden. Keine Frage, die Jungs sind klasse, doch ihr drittes Spielzeug-Abenteuer hat diesen Oscar nicht verdient. Und dass der brillante "Ich, einfach unverbesserlich" nicht mal nominiert war, ist geradezu skandalös.

Bei acht Nominierungen war fast klar, dass auch Christopher Nolans "Inception" den einen oder anderen Preis bekommt. Da der Film aber bei den Golden Globes komplett übergangen wurde, war noch klarer, dass es bei den Oscars wohl nur in den technischen Kategorien Trophäen regnet. Und siehe da: Spezialeffekte, Tonschnitt, Ton und Kamera. Alles zu Recht, wie ich finde. Aber dennoch ein Zeichen dafür, dass "Inception" der zweitgrößte Verlierer des Abends war.

Der größte indes -- und das war die einzige Überraschung -- ist das völlige Leerausgehen des bildgewaltigen Western-Remakes "True Grit". Und das bei satten zehn Nominierungen. Sehr sehr schade.

Labels:

Freitag, Februar 25, 2011

Zum Nachsprechen

Der Kollege Schmidt hat mir mal ein ziemlich cooles Poster mitgebracht. Das Motiv: 101 erinnerungswürdige Zitate aus berühmten Filmklassikern. Zwar gibt's am unteren Rand sämtliche Lösungen, aber ein echter Fan braucht die natürlich nicht. Ein kleiner Test gefällig? Und nein, danach zu googlen gilt nicht.

1: "They may take away our lifes. But they will never take away our freedom".
2: "We came, we saw, we kicked its ass!"
3: "That woman deserves her revenge. And we deserve to die."
4: "Where we are going we don't need no roads."
5: "We gonna need a bigger boat."
6: "What's your favorite scary movie?"
7: "A boy's best friend is his mother."
8: "What are you trying to tell me? That I can dodge bullets?"
9: "Rosebud."
10: "I do wish we could chat longer, but I'm having an old friend for dinner."

Labels:

Dienstag, Februar 22, 2011

Nochmal Kind sein

Als ich mir kürzlich einen Super Nintendo besorgt habe, trat ich unwillkührlich eine regelrechte Welle nostalgischer Gefühle los. Plötzlich erinnerte ich mich an so manch vergessenes Ereignis aus der Kindheit -- und holte sie kurzerhand wieder hervor. Zum Beispiel in Form einer riesigen Packung Ahoi-Brause, die auch heute noch beispiellos toll auf der Zunge britzelt. Oder meine geliebten gebratenen Nudeln, an denen lediglich Kiri-Käse ist. Ihr wisst schon, dieser quadratische, für Kinder gedachte Frischkäse. Leeecker!

Vor bestimmten Dingen von damals schüttelt es mich (und wahrscheinlich jeden anderen auch) aber heute noch. Und zwar, wenn ich beim Super-Nintendo-Spielen schokoladige Süßigkeiten naschte, einen entsprechend verschmierten Mund hatte und die Mama (oder wahlweise Tante oder Oma) mit einem Taschentuch auf mich zu kam, das sie zuvor mit ihrer Spucke angefeuchtet hat. Bah!

Labels:

Sonntag, Februar 20, 2011

Die Rückkehr der Redi-Ritter

Nein, das ist keine Eigenwerbung. Wobei... vielleicht doch. Wir sind aber auch verdammt stolz auf unsere Comedy-Serie "Die Redaktion".

Labels:

Freitag, Februar 18, 2011

Unmenschlich

Ein Mensch, der lügt.
Ein Mensch, der ausweicht.
Ein Mensch, der Versprechen bricht.
Ein Mensch, der Problemen aus dem Weg geht.
Ein Mensch, der nicht bereit ist, auf einen zuzugehen.
Ein Mensch, der immer und immer wieder wieder verletzt.

Ist ein Mensch, der dringend über sich nachdenken sollte. Und über das, was er anderen damit antut.

Labels:

Mittwoch, Februar 16, 2011

Mieten leichtgemacht

Ich suche derzeit zwar eine größere Wohnung, aber glücklicherweise muss das nicht innerhalb der nächsten zwei Monate passieren. Andernfalls wäre ich nach meinen bisherigen Bestrebungen, eine hübsche Bleibe zu finden, nervlich schon längst um Jahre gealtert.

Klar, dass man im Jahr 2011 eher das Internet als die Zeitung hernimmt, um nach einer Wohnung zu suchen. In Letzterer gibt's nämlich keine Bilder, und für all die Annonce-Abkürzungen sollte es einen VHS-Kurs, sorry... Volkshochschulkurs geben. Oder weiß hier jemand spontan, was 1ZKDB, AAP, EB oder OH heißt? Weniger klar indes, dass es viele private Vermieter schlicht versäumen, Bilder ihres Objekts online zu stellen. Oder einen Grundriss der Wohnung. Oder überhaupt irgendwas, das mir etwas Greifbares in die Hand gibt. Auf eBay hat man doch auch weit bessere Chancen, seinen Artikel loszuwerden, wenn man ihn entsprechend präsentiert. Stattdessen lese ich mich durch riesige Textwüsten, ohne zu wissen, ob die blumigen Formulieren der Wahrheit entsprechen. Gut, Bilder können auch geschönt sein. Dennoch vermitteln sie einen weit besseren Eindruck von einer Wohnung, als es ein Fünf-Seiten-Dokument könnte.

Hat man dann doch mal ein interessantes Objekt gefunden, das man sich gern mal aus der Nähe anschauen möchte, folgt die nächste Hürde: Die potenziellen Vermieter sind telefonisch nicht zu erreichen, weder morgens, mittags noch abends, und Anfragen per eMail werden ebenfalls ignoriert, selbst mit dem allseits wirksamen Mittel, die Briefe mit "Daniel Matschijewsky, Journalist" zu unterzeichnen. Obwohl, vielleicht gerade deswegen?

Vielleicht sollte ich den Spieß umdrehen und hoffen, dass die ideale Wohnung mich findet. Welche 3-Zimmer-Wohnung mit mindestens 65 Quadratmetern nebst Balkon im Stadtkern Münchens hat Interesse an mir?

Labels:

Sonntag, Februar 13, 2011

Genau hinhören

Unfassbar komisch:

Labels:

Samstag, Februar 12, 2011

Schwabenspaß

Das Einzige, was ich der Karnevalszeit abgewinnen kann, sind die kulinarischen Genüsse, die es dann so gibt. Ganz oben auf meiner Favoritenliste sind die schwäbischen Fasnets-Küchle, quasi kleine Krapfen ohne Marmelade drin oder kiloweise Puderzucker oben drauf.

Labels:

Mittwoch, Februar 09, 2011

Lächeln, Kinder!

Bei dem McDonald's-Kindergeburtstag wäre ich auch gern dabei.

Labels:

Samstag, Februar 05, 2011

Murphy³

Die berühmt-berüchtigte falsche Kassenschlange. Diesmal hat sie mich gleich dreifach erwischt:

Kunde 1, ein unrasierter Mittdreisiger mit Pudelmütze, der stapelweise Fertigfutter einkauft. Er hat bereits alles eingepackt und bezahlt, als ihm einfällt, dass er noch Zigaretten bräuchte. Die Kassierin öffnet das Kippengitter, doch seine Marke ist ausverkauft. Kurzerhand geht der Bursche seelenruhig von Kasse zu Kasse (derer fünf), um zu schauen, ob es dort die gewünschten Zigaretten gibt. Es gab sie. Bei Kasse 5.

Kundin 2, eine rüstige alte Dame, die einen Kohlkopf aufs Band legt. Mehr nicht. Jedenfalls fällt ihr die Geldbörse hinunter, und das gesamte Kleingeld verteilt sich im halben Supermarkt. Ich bin zu weit weg, um ihr beim Einsammeln helfen zu können. Alle Kunden vor mir schauen indes ungerührt zu, wie die etwa 80-jährige, scheinbar nicht mehr all zu fitte Frau die Münzen aufliest.

Kunde 3, Proll-Gangster aus dem Bilderbuch, grob geschätzt 16 Jahre alt, trägt eine schwarze, glänzende Daunenjacke, die eigentlich für Frauen gedacht ist. Natürlich ist er nicht allein, sondern in Begleitung eines nahezu identisch gekleideten, frisierten und rasierten Nachbar-Prolls. Die beiden diskutieren heiß, wer nun den 4,99€-Wodka bezahlt. Ich verstehe kaum ein Wort, sehe der Kassiererin aber deutlich an, dass sie jeden Moment explodiert.

Kunde 4, Daniel. Ich lege meine Artikel aufs Band, bezahle, packe ein und gehe. Die Leute hinter mir sollen Murphys Gesetz ja nicht noch mehr zu spüren bekommen als ohnehin schon.

Labels:

Mittwoch, Februar 02, 2011

Unplugged

Dass mein Rechner heute morgen zwar gewohnt schnell hochfuhr, Windows aber Ewigkeiten brauchte, um mir das Login-Fenster zu präsentieren, ließ bereits Schlimmes erahnen: Netzwerk down! Und tatsächlich hatte die Explosion eines Travos das komplette Server-Zentrum unseres Verlags lahmgelegt. Nichts ging mehr, kein Internet, kein Intranet, keine Netzwerk-Ordner, und das über mehrere Stunden hinweg. So in die Steinzeit zurückgeschleudert wird einem erst klar, wie aufgeschmissen man heutzutage ohne das WWW ist.

Ein einziges Programm vermochte es aber doch irgendwie -- und wir sind nicht dahinter gestiegen, wie es das machte -- trotz kaputter Server eine Internet-Verbindung aufzubauen und reibungslos zu funktionieren. Dieses Programm war Skype. Sehr ominös.

Labels:

Dienstag, Februar 01, 2011

Häusle baue

Ich kann nichts dafür, meine bessere Hälfte ist Schuld. "Ich lade dich mal zu CityVille ein. Das wird dir gefallen", sprach er -- und prompt saß ich als aufstrebender Bürgermeister vor meinem frisch gegründeten Pixeldörfchen namens Matschi Town. Eigentlich machte ich bisher einen großen Bogen um die Facebook-Klickibunti-Spielchen, neudeutsch Social Games genannt. Doch "CityVille" ist äußerst durchdacht und macht vor allem durch eben diese soziale Komponente viel Spaß. Da tauscht man mit seinen Freunden Gegenstände, schickt sich gegenseitig Touristen in die Geschäfte oder hilft beim Ernten der Felder. Alles wird belohnt, und wenn die Portrait-Bildchen der Kumpels durch die eigenen Straßen stromern, macht das unglaublich viel Laune. Doch jetzt zurück nach Matschi Town. Die bessere Hälfte braucht dringend noch 250 Waren...

Labels:

kostenloser Counter