Montag, Oktober 30, 2006

Orkeinerlei

Hach. Durch die unzähligen Bugs in Gothic 3 gibt es stapelweise lustige Anekdoten, die man während des Spielens sammelt. Einige hat der Kollege Schmidt ja bereits ausgesprochen unterhaltsam in einem Bug-Video auf der aktuellen GameStar-DVD dokumentiert. Mein Abenteuer gestern schlägt das dort Gezeigte allerdings um Längen. Also obacht:

In Trelis, einer von Orks eroberten Stadt, sind die Grünhäuter durch einen Bug besonders aggressiv. Eigentlich sollten sie, wenn man die Schatzkammer betritt und gleich wieder verlässt, kurz grummeln und dann wieder ihrem Tagewerk nachgehen. Stattdessen schlagen Sie sofort auf den Helden ein. Einzige Lösung: Quickload. Soweit, so aus dem Bug-Video bekannt.
Mit der gepatchten Version wollte ich gestern überprüfen, ob die Entwickler das Problem behoben haben. Im Grunde schon. Nur halt auf, ähm... andere Art: Als ich nämlich aus der Schatzkammer raus kam, waren die Orks nicht nur sauer auf mich, sondern auch auf sich selbst. Resultat: Jeder in Trelis haute einem anderen die Rübe ein, ob Mensch und Ork, Mensch und Mensch oder Ork und Ork -- eine unglaublich skurrile Situation. Zu spät bin ich auf die Idee gekommen, eigentlich nur zu warten, bis sich Trelis selbst befreit. Hätte mir einiges an Arbeit erspart...

Sonntag, Oktober 29, 2006

Zeit ist relativ

Bei einem Beruf wie dem meinen kann man unter der Woche kaum etwas Privates erledigen. Seien es Einkäufe, wichtige Gespräche mit Ämtern, Versicherungen oder Banken, Telefonate mit Kumpels oder das simple Putzen der Wohnung. Resultat: Man schiebt alles auf's Wochenende. Aber ganz ehrlich: Viel mehr Zeit hat man da auch nicht. Ausschlafen, gemütlich frühstücken, radfahren, PC-spielen... und schwupps... ist das Wochenende wieder vorbei und ich bin keiner Pflicht nachgegangen. Verdammt. Naja, nächstes Mal dann. Vielleicht.

Freitag, Oktober 27, 2006

Identitätsverlust

Argh! Geldbeutel auf dem Weg zur Arbeit verloren. EC-Karte, Kreditkarte, Ausweis, Führerschein und ein bisschen Bargeld weg. Argh! Hoffe mal schwer, dass sich das Teil in den nächsten Tagen wieder einfindet. Argh!

Freitag, Oktober 20, 2006

Modem-Memories

Die letzte Woche meines Urlaubs verbringe ich im guten alten Schwabenland bei meiner Familie. Wobei das eigentlich nicht der Grund für meine nun fast eine Woche andauernde Abwesenheit in diesem Blog ist. Nein. Der Grund ist vielmehr das uralte 56k-Kratz-und-Pieps-Modem im Rechner meiner Schwester. Damit einen Beitrag zu schreiben, ihn hochzuladen und zu hoffen, dass es ohne Verbindungsabbruch funktioniert, ist fast so spannend wie das erste M...
Naja, ok: Der Vergleich hinkt ein wenig. Meine Güte, bin ich froh, bei mir zuhause DSL 2000 zu haben. Wobei man mit so einer Anbindung auch schon bald wieder hinterm Mond ist. Bin gespannt, wann die Download-Raten so hoch sind, dass die Festplatte nicht mehr mit speichern hinterher kommt...
Es bleibt spannend. So wie der Upload dieses Textes mit einem 56k-Modem.

Samstag, Oktober 14, 2006

Superlative immer super?

Je öfter man bestimmte Wörter verwendet, desto schwächer wird deren Wirkung. Ist klar: Sagt man zu einem zwanzig mal Vollpfosten, ist es ihm irgendwann egal (hoffentlich). Insofern nervt der momentane Kurs mancher DVD-Vertriebsfirmen. Special Edition, Collector's Edition, Extended Edition, Limited Edition... and so on. Universal schießt mit der neuen "King Kong"-Version allerdings den Vogel ab: Deluxe Extended Limited Edition im Steelbook?? Meine Güte. Das klingt dermaßen überzogen, dass es mich überhaupt nicht mehr interessiert. Ich sag's ja: Je öfter man bestimmte Wörter verwendet, ...

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Fang das Stöckchen!

Wenn Pia wirft, fange ich natürlich. Und los geht's:

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte
  • einen Porsche 911 GT3 in knallgelb
  • ein schönes Häuschen mit einem extra Raum für ein dickes Heimkino
  • etwas mehr Geld auf dem Konto (für obige Wünsche)
  • oder falls das nicht klappt: einen Flaschen-Dschinni, der mir alle Wünsche erfüllt
  • Weltfrieden
5 Dinge, die ich habe, aber nicht gerne hätte
  • eine Taubenplage auf meinem Balkon
  • eine Grafikkarte, die nach zehn Minuten Spielen bereits zu schwitzen anfängt
  • eine zu hohe Miete (Willkommen in München)
  • ein acht Jahre altes Handy, dessen Akku nur noch einen Tag hält
  • einen Jetlag wegen meines USA-Trips
5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte
  • uncoole Kollegen
  • falsche Freunde
  • Kopfschmerzen
  • ein weiteres Online-Rollenspiel (drei reichen)
  • Weltfrieden (wäre ja irgendwie langweilig *g*)
So. Dann werfe ich das Stöckchen gleich mal zum Kollegen Siegismund.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Amerika ist... anders

Wie versprochen gibt's ein paar Bilder von meinem USA-Trip. Allerdings keine postkartenkompatiblen Landschaftsaufnahmen (die folgen noch), sondern Zeugnisse darüber, dass die Leute in den Vereinigten Staaten (und ich irgendwie auch) schon ein bisschen komisch drauf sind.
Tag 1, New York: Daniel will den beeindruckenden Times Square mit seinen haushohen Leuchtreklamen fotografieren. Allerdings stellt sich ihm plötzlich ein lokalpatriotischer Exibitionist in den Weg -- zur Freude aller umstehenden weiblichen Touristen. Daniel muss später wieder kommen. Tag 3, New York: Der Irak-Krieg ist in vollem Gange. Auch in einer Kneipe im Herzen Manhattans findet man ihn. Zumindest in Form einer Hot-Sauce-Flasche mit dem bezeichnenden Namen "Saddam Insane". Wer's nicht übersetzen kann, hier die Kurzfassung: "Achtung, scharf! Selbst Saddams komplettes biologisches Waffenarsenal verbreitet nicht so viel Schmerz wie diese Soße." Resultat nach einem Test: Mit dem schwachen Zeugs könnte man nicht mal Holland erobern.
Tag 6, Walk of Fame: Heiliger Boden. Daniel steht auf dem Stern von Regie-Legende Steven Spielberg. Direkt daneben ist noch ein Plätzchen frei. Daniel beginnt zu planen.
Tag 8, Six Flags Magic Mountain: Daniel ist auf einem absteigenden Ast. Kurz vor seiner rasenden Verabschiedung in den Abrund knipst er ein letztes Bild. Ob es jemals wieder nach oben geht?
Tag 9, Universal Studios: Daniel muss hilflos mitansehen, wie zwei schick getunte Golf V GTI per Motion Control in die Luft gejagt werden. Verdammte Hollywood-Produzenten!
Tag 10, Los Angeles: Selbst in seinem Urlaub hat Daniel mit Bugs (auf seiner Brust) zu kämpfen. Patches waren machtlos, die Service-Hotline reagierte nicht.
Tag 11, Venice Beach: Sandburgen bauen. Hach, das waren Zeiten. Da Daniel Schaufel und Sandeleimer zuhause vergessen hat, muss er sich an die gut ein Dutzend Profibauer am Strand wenden, die innerhalb einer Stunde eine ganze Burgenkolonie errichtet haben.
Tag 14, Freeway 5 South: Amerikaner sind lässig. Deren Haustiere auch. Wobei Bello hier keine andere Wahl hatte, schließlich war er am Überrollbügel angebunden. Ob Daniel das Beweisbild an hiesige Tierschutzorganisationen schicken sollte?

Dienstag, Oktober 10, 2006

Livin' in America

Zwei Wochen später, zwei tausend Euro ärmer und mehr als zwei Erfahrungen reicher -- mein Urlaub in den Staaten ist vorüber. Schade! Oder vielmehr gottseidank! Oder eigentlich ein bisschen von beidem. In den nächsten Tagen folgen hier die einen oder anderen Bilder, die ich in NY, LA und SF (diese Abkürzungen!) geschossen habe. Aber erst einmal muss ich auspacken, Wäsche waschen, Briefe, äh... Rechnungen öffnen und der Family bescheid geben, dass ich gesund und munter zurück gekehrt bin. Dabei war das manchmal gar nicht so einfach...
Doch bevor ich mich nun wieder meinen Reisetaschen widme, gibt's noch ein paar Anekdötchen von Übersee:
  • Amerikaner fahren in der Regel mit folgender Haltung Auto: Die eine Hand am Lenkrad, die andere mit dem Handy am Ohr
  • Der Chlorgehalt des "Trink"-Wassers könnte für drei deutsche Schwimmbäder reichen
  • Klimaanlagen sind eigentlich eine (haha!) coole Sache. Wenn die Geräte aber auf "sibirischer Frost" eingestellt sind, machen Einkäufe oder Busfahrten keinen Spaß (Hätte nicht gedacht, dass ich in Kalifornien eine Jacke brauche...)
  • Grundsätzlich ist das Essen in den USA recht günstig. Wären die nervigen Nebenkosten (Tax, Tip) nicht. Argh!
  • Wenn man auf Amerikas Straßen ein Auto deutschen Fabrikats sieht, ist es zu 95 Prozent BMWs Proll-Geländewagen X5. Die anderen fünf Prozent umfassen nicht weniger spritschluckende Schüsseln wie der VW Touareg oder Porsche Cheyenne
  • Offenkundige Touristenfallen wie Liberty Island (10 Dollar) oder Alcatraz (18 Dollar) sind erstaunlich preiswert
  • Wenn man mit dem Auto 700 Kilometer von Los Angeles nach San Francisco fährt, auf dem Freeway aber nur 70 mph (ca. 110 km/h) fahren darf, zieht sich die Strecke schon ein bisschen...
  • Das Essen! Oh je, das Essen! Allein aus diesem Grund könnte ich nie da drüben leben.

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