Retro-Bonus?
Wenn man an alte Spiele zurückdenkt, hat man ständig das Gefühl, dass früher doch alles besser war. Auch ich erwische mich immer wieder beim Gedanken, dass aktuelle Titel einfach nicht mehr so viel drauf haben wie damalige. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, finde ich auch heute noch tonnenweise Spiele, die locker mit ihren uralten, "ach so tollen" Vorbildern mithalten können -- oder sie gar überholen. Beispiel Egoshooter: Einer meiner Lieblings-Oldtimer ist "Unreal". Wahnsinns Grafik, rekordverdächtige KI, riesige Außenlevels und eine lange Spielzeit. Das war noch ein Shooter, wie er im Bilderbuch steht. So was gab's nie wieder! Oder? Doch! Hieß "FarCry" und bietet genau das, was "Unreal" damals konnte. Gut, so frisch ist "FarCry" auch nicht mehr, aber ihr versteht sicher, was ich meine. Oder wie wär's mit Strategie? Da fällt mir mein damaliges Lieblingsspiel "Command & Conquer: Alarmstufe Rot" ein. Grandiose Missionen, hervorragende Atmosphäre und gelungene Render-Sequenzen. Aber mal ehrlich: In Sachen Steuerung, Grafik und KI hat das Teil schon damals keinen Preis gewonnen. Warum also so viel Ehr? Da greife ich mir lieber das noch recht junge "Dawn of War". Das hat genau so viel Tempo, macht ebenso viel Krach und steht seinem Vorbild auch in Sachen Missionen und Präsentation in nichts nach. Bevor jetzt aber jeder Spielefan aufschreit und meint, dass der Daniel spinnt: Adventures waren früher tatsächlich besser. "Monkey Island 3", "Day of the Tentacle" oder "Indiana Jones 4" sind schlichtweg unschlagbar. Und wenn noch so viele "Dreamfalls" und Geheimakten über Tunguska kommen...






