R.I.P.
Film-Fans hatten in diesem Jahr so manch bittere Pille zu schlucken. Auch 2008 sind Menschen gestorben, deren Arbeit, deren Kreativität man gerne noch viel länger auf der Leinwand hätte erleben wollen. Vielleicht liegt es gerade an einem akuten sentimentalen Moment, aber inbesondere diese Verluste bedauere ich doch sehr:
Stan Winston. Vierfacher Oscar-Preisträger und Schöpfer der mitunter besten Filmmonster aller Zeiten. "Predator", "Aliens", "Jurassic Park" und nicht zuletzt der Terminator -- all diese Ikonen gehen auf sein Konto. Sein Vermächtnis wird im Mai zu sehen sein, in "Terminator: Salvation". Hoffentlich wird der Film Winstons Legende gerecht.
Michael Crichton. Meiner Meinung nach einer der besten Thriller-Autoren seiner Zeit. Zugegeben, die meisten der Film-Umsetzungen taugen höchstens für die Mülltonne ("Sphere", "Timeline"), mit anderen Büchern hatte ich jedoch nie so spannende, so unterhaltsame Abende, wie mit seinen.
Paul Newman. Eine Legende. Zuletzt vor sechs Jahren in dem großartigen Gangster-Epos "Road to Perdition" zu sehen. Ein Schauspieler, so charismatisch, so vielseitig wie kaum ein zweiter.
Charlton Heston. Jüngere Filmgucker düften ihn höchstens als wortkargen Boss von Arnold Schwarzenegger in "True Lies" kennen, die ältere Generation erinnert sich an pompöse Monumental-Streifen wie "Die zehn Gebote" oder "Ben Hur". Zuletzt hatte Heston leider weniger wegen seiner Leistungen als zurecht ausgezeichneter Schauspieler, sondern vielmehr wegen seiner Führungsposition in der National Rifle Association (NRA) Schlagzeilen gemacht.
Heath Ledger. Ob es an seinem Tod lag, dass "The Dark Knight" so unfassbar erfolgreich war, sei dahin gestellt, doch seine Leistung in diesem Film ist schlicht überragend. Post-mortem-Bonus hin oder her, Heath Ledger hat für seine Rolle als Joker einen Oscar verdient. Mir fällt kein Schauspieler ein, der 2008 überzeugender auf der Leinwand gewirkt hat als er. Ein Auftritt, der ihn sprichwörtlich unsterblich machte.
Labels: Filme


5 Comments:
Paul Newman. Ich erinnere mich noch gut, als sein Team (zusammen mit Carl Haas) dieses Jahr ein Rennen in der IndyCar gewonnen haben, und das Team ihm den Sieg widmete. Da war schon klar, dass er sich auf seinen Tod vorbereitet. Ein sehr emotionaler Moment für einen überragenden Schauspieler.
aber du lebst ja immer noch :(
@mick: ich mag dich auch ;-D
Und was ist mit dem Duke von New York? Wie konntest du in deiner Liste Isaac Hayes vergessen? Für die jüngeren Leser: Chefkoch aus South Park ;)
derrick ist auch tot
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