Samstag, Januar 24, 2009

Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Als einer der größten Fans der Filme (abgesehen vom dritten) war ich natürlich sehr gespannt auf den Serienableger. Zwar ist "Terminator: The Sarah Connor Chronicles" kein schlechtes Werk, wirklich gelungen ist Fox' Adaption von James Camerons Killermaschinen aber auch nicht.
Problem Nr. 1: Die Serie wurde zwar mit guten, aber den falschen Darstellern besetzt. Lena Headey (die "300"-Königin) sieht unglaublich gut aus, ist für die Rolle der Sarah Connor aber viel zu zart, zu sehr Frau. Rennt sie mit einer MG im Anschlag durch die Gegend, wirkt das wenig glaubhaft -- kein Vergleich zur knallharten Linda Hamilton im zweiten Film. Und Thomas Dekker aka John Connor? Der schaut aus, als ob er gerade einer Foto-Lovestory entsprungen wäre.
Problem Nr. 2: Die Terminatoren sind zumindest in den Filmen wahre Killermaschinen, ernstzunehmende Gegner, respekteinflößend. Die Serie degradiert sie jedoch zu austauschbaren Actionfiguren, die selten bedrohlich wirken -- nicht zuletzt, weil sie einfach auszuschalten sind. Zudem kommen die Terminatoren zu menschlich daher. Während Arnold Schwarzenegger nicht mal dann eine Mine verzog, wenn er Kugeln in anderer Leute Köpfe versenkte, schauen die Typen in der Serie meist derart grimmig aus der Wäsche, als ob sie gerade extrem schlecht gelaunt wären -- zu eigentlich emotionslosen Maschinen passt das nicht.
Problem Nr. 3: Summer Glau aka Cameron, die gute Terminöse. Das "Serenity"-Babe gibt sich wirklich große Mühe, ihre Rolle glaubhaft darzustellen. Insbesondere die Gespräche mit Schulkollegen, in denen menschliche Gefühle auf ihre roboterhafte Kaltschnäuzigkeit treffen, sind herrlich. Dennoch trifft aber auch auf sie zu, was die anderen Terminatoren plagt: Sie ist zu menschlich -- selbst Kristanna Loken hat das in "Terminator 3" besser gelöst.
Problem Nr. 4: Einen richtigen Spannungsbogen kennt die Serie nicht -- weder über eine Folge, noch die komplette Staffel hinweg. Zwar kommt es hin und wieder zu (gerade in Anbetracht des knappen Budgets) recht spektakulären Actionsequenzen, zu wirklichen Höhepunkten werden die aber nie. Zudem enden die Folgen stets ohne bemerkenswerten Aufhänger -- Motivationsaufbau zum Weiterschauen sieht anders aus. Ich tue es trotzdem, denn als Fan sauge ich ohnehin alles auf, wo "Terminator" draufsteht.

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9 Comments:

At Januar 24, 2009 1:12 PM, Blogger Sebastian Herold said...

wie recht du hast... ich werd mir die Serie wohl auch weiterhin anschauen, aber begeistert bin ich absolut nicht. Vor allem packt mich die Story irgendwie nicht. Insgesamt fehlt mir das Besondere, es ist einfach eine stinknormale x-beliebige US-Serie.

 
At Januar 24, 2009 1:58 PM, Blogger Jehuty said...

Also wenn man Terminator mag, dann sollte man auch die Serie schauen? Ich habe mir kurz den Vorspann einer Pro7-Folge angesehen und fand diesen Terminator, der da entstanden ist, ziemlich billig gemacht. Aber Lust hätte ich schon auf die Serie, allein weil es eben dann doch Terminator ist.

 
At Januar 24, 2009 3:42 PM, Blogger DasDaniel said...

@jehuty: du darfst halt nicht zu viel erwarten. Die Serie kommt lange nicht an Camerons Filme heran, ist aber durchaus unterhaltsam. Und Fans bekommen viele nette Anspielungen.

 
At Januar 24, 2009 6:45 PM, Anonymous Anonym said...

Ich habe von den bereits gelaufenen 2 Folgen teile gesehen, ich habe lust auf mehr. Man muß sich nur einreden das die Serie und auch Film Nr. 3 nichts mit dem ersten und auch dem zweiten gemein haben. Dann kann die Serie spaß machen, mein Motto ist es auch oft beim Kino nicht zu viel erwarten dann wird man auch nicht enttäuscht.

Und Daniel den satz "..., denn als Fan sauge ich ohnehin alles auf, wo "Terminator" draufsteht." sollten die Rechteinhaber der Serie bzw. der Filme nicht lesen *g*

mfg

Schwabbel

 
At Januar 24, 2009 8:49 PM, Anonymous Anonym said...

Hm. Häufig ist deine Meinung zu Filmischem Material sehr ähnlich zu meiner, aber hier trifft dies nicht zu.
Ich find die Serie unheimlich gut. Vielleicht aber auch nur, weil ich schon bis zur Midseason Break der zweiten Staffel geschaut habe...

 
At Januar 25, 2009 2:58 AM, Blogger Jehuty said...

@Daniel: Okay, danke. Viel erwarte ich wirklich nicht davon, aber nette No-Brainer-Unterhaltung. Und die scheint es ja zu geben. Und wenn es noch Anspielungen gibt, ist es ja umso besser. :)

 
At Januar 25, 2009 11:36 AM, Blogger n00bert said...

Ich schaue die Serie auf Pro7. Meine Motivation hängt also nur von dem bisher dort gezeigtem ab.
Ich gebe der Serie eine Chance. Allerdings bin ich, nach den ersten beiden Folgen, eher enttäuscht als begeistert.

Die Serie gibt mir nichts. OK es ist ja auch kein leichtes Thema aber trotzdem denke ich mir "warum soll ich mir die dritte Folge noch anschauen?".

Empfehlen kann ich diese Serie, von jetzt aus, direkt niemanden. Nicht mal Fans - oder ganz besonders nicht Fans. Nur Leuten die zwischen Simpsons und Lost nichts besseres vor haben.

 
At Januar 25, 2009 3:31 PM, Blogger Mick said...

na mal gucken wie lange Pro7 sich diesen Langeweiler antut. Die Quoten lassen ja nichts Gutes erhoffen. Andererseits laufen da ja auch Flops wie Eli Stone und Pushing Daisies unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter. Und in Sachen Emotionen hast du völlig recht. Das sind keine Terminatoren, sondern Pappkameraden, die grimmig gucken. Und das Serenitymädchen past da genausoweig rein, wie das Seifenopernbübchen. Der Terminator war mit Teil 2 auserzählt. Punkt!

 
At Januar 31, 2009 1:03 AM, Anonymous Anonym said...

Ich hab mir die Serie bis Staffel 2 Folge 10 angesehen und wirklich Terminator ist das ganze nicht. Alle Kritikpunkte stimmen durchaus, aaaber die Figur Cameron ist m.E. absichtlich "emotionaler" als die üblichen Terminator (Man sieht sie in einer späteren Folge daheim aus eigenem Antrieb Ballet tanzen, daher denke ich, dass das durchaus einen Sinn hat und irgendwohin führen soll). Nichtsdestotrotz war die Serie zum "nebenher sehen" durchaus ganz gut. Man sollte nur kein Actionspektakel erwarten. Oder das Terminator-Feeling. Nunja.

 

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